Neues aus dem Bürgerbeteiligungsausschuss

Die Rede vor dem Bürgerausschuss 28.05.2020:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie treffen bald eine wichtige weichenstellende Entscheidung zur Zukunft des Melbbads.

Für die Bonner Bürger ist der weitere Werdegang ihres beliebtesten Freibads in schöner Natur-Umgebung von größter Bedeutung.

Diese Wertschätzung für die grüne Oase der Naherholung ist ein klarer Auftrag an eine umsichtige Stadtplanung.

Investition in Sanierung und innovative Badtechnik wäre sinnvoll und langfristig lohnend.

1,5 Millionen €uro im Haushalt eingeplantes Geld für Sanierung und Aufwertung des Melbbads sind ausdrücklich gewünscht, nicht etwa Risiko und Gefahr durch Zweckentfremdung mit Wohnungsbau.

Es gibt sehr gute Vorschläge, wie man das Melbbad modernisieren und noch attraktiver machen kann, denn es hat sein Potential an Anziehungskraft für Besucher bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Deshalb ist es so immens wichtig und prägend für die Zukunft, wie wir dieses zentrale Badgelände gestalten wollen.

Wir haben die Wahl!

Diese Wahl sollte auch aus der Perspektive unserer Kinder und Enkel wohlüberlegt getroffen werden!

Ich möchte Ihnen darlegen, warum ich eine Bürgerbeteiligung für absolut notwendig halte:

Wo liegen die Risiken für das Bad?

Der Teilgrundstücksverkauf:
– Lohnt er sich überhaupt?

   – Ist Gewinn für die Stadt realistisch? – Nach Abzug aller Kosten?

   – Welche enormen Kostenrisiken hat das Bauprojekt in allen dazu gehörenden Facetten?

  – Realismus gehört hier zur Projektplanung vorab.

In der Bauphase wäre das Bad statischen und mechanischen Gefahren durch die Massivität der Baumaßnahme ausgesetzt.

   – Wer kommt für eventuelle Schäden am Bad verbindlich auf?

Nach der Bauphase wären folgende Risiken zu bedenken:

   – zu viel Schatten nachmittags,

   – Attraktivitätsverlust des Bades mit Besucher-Rückgang,

   – Lärmschutzklagen, die definitiv nicht ausgeschlossen werden können,

   – das Melbbtal-Klima wäre akut gefährdet, die Gutachterlage ist selbst in der Verwaltung umstritten. Das Klimagutachten wird von der Klimaleitstelle in Frage gestellt.

   Der Teilgrundstücksverkauf mit Wohnbebauung wäre irreversibel, auch wenn später die absehbaren Konflikte eintreten werden.

      Diese Maßnahme könnte nicht zurückgenommen werden.

   – Realistisch zu befürchten ist dann die Schließung des Bades und danach die lang ersehnte Veräußerung des Filet-Grundstücks Melbbad an Investoren.

Diese realen Gefahren sind aus der Sicht eines nachhaltigen Freibad-Betriebs nicht zu verantworten und deshalb nicht im Interesse der Bonner Bürger.

– Es gibt deutlich bessere Standorte für Wohnungsbau in Bonn.

Ein Beschluss gegen die Mehrheitsmeinung der Bonner zu diesem einzigartigen Top-Bäderstandort wird nicht überzeugen.

Bitte ermöglichen Sie eine Bürgerbeteiligung!

Meine Empfehlung: Bitte sprechen Sie sich klar gegen einen Teilverkauf des Melbbad-Grundstücks zum Zweck des Wohnungsbaus aus.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!“

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